Wer ist Corinna Rindlisbacher

Corinna Rindlisbacher - Autorin

Corinna Rindlisbacher arbeitet seit 2011 mit Autoren zusammen, die ihre Bücher und eBooks ohne Verlag professionell veröffentlichen wollen. Dafür wurde ihr Startup mit der „Idee 2011“ ausgezeichnet. Mehr Infos über das Thema Selfpublishing gibt es auf: www.ebokks.de

Doch sie schreibt auch selber gern, unter anderem Ratgeber für Autoren. Unter dem Pseudonym Lemonbits zeichnet sie Comics, bastelt witzige Videos und schreibt sogar Romane und Kurzgeschichten. Lemonbits ist auf www.lemonbits.de zu Hause.

Corinna Rindlisbacher im Interview

Autorentag:
Worin siehst du für dich die größte Schwierigkeit bei der Leidenschaft Schreiben?

Corinna Rindlisbacher:
Ich habe das große Glück, dass ich viel Zuspruch aus meinem Umfeld bekomme. Meine Freunde und Familie sagen mir immer wieder, dass ich unbedingt mehr Bücher schreiben solle. Daher ist die größte Schwierigkeit für mich lediglich, dass mein Tag nur 24 Stunden hat und ich einen gewissen Teil davon (zumindest zurzeit noch) damit verbringen muss, mit anderen Arbeiten meine Miete zu verdienen.

Mein Job macht mir Spaß – keine Frage! Aber ich unterstütze beruflich eben auch andere Autoren dabei, ihre Bücher zu veröffentlichen, und das ist nicht immer kompatibel. Ich kann nicht vormittags drei Kapitel eines anderen Autors Korrektur lesen und abends dann in meine eigene Geschichte eintauchen. Ich muss immer erst eine Sache fertig machen, um mich nicht zu verzetteln. Doch dadurch schiebe ich meine eigenen Ideen immer weiter nach hinten oder mache viel zu lange Pausen zwischendurch und habe dann Schwierigkeiten, wieder reinzufinden.

Autorentag:
Was rätst du Menschen, die ihr erstes Buch realisieren wollen?

Das Wichtigste ist erst mal, ein Buch fertig zu schreiben. Daran scheitern schon viele. Es muss nicht perfekt sein (wer entscheidet, was „perfekt“ ist?), aber es sollte so gut wie möglich sein und – wenn es sich verkaufen soll – einen professionellen Eindruck machen. Wer keinen Verlag hat, kann sich heutzutage theoretisch alles selbst im Internet zusammenklicken, um ohne große Ausgaben ein Buch zu veröffentlichen. Um langfristig damit auch erfolgreich zu sein, empfehle ich aber, etwas Geld in die Hand zu nehmen für:

  • eine professionelle Umschlaggestaltung. Denn das ist der erste Eindruck, den die potentiellen Leser bekommen – und der zählt!
  • ein Lektorat. Wenn eine kompetente Person, die sich mit Literatur auskennt, das Manuskript überprüft und konstruktive Kritik äußert, profitiert nicht nur das aktuelle Buch davon, sondern die Autorin / der Autor lernt auch für zukünftige Bücher dazu.
  • ein Korrektorat. Wer sich kein Lektorat leisten kann oder will, sollte das Manuskript zumindest Korrektur lesen lassen. Denn zu viele Rechtschreibfehler verderben den Lesern den Spaß und damit verspielt man als Autor das Vertrauen.

Es gibt noch so viel mehr Punkte (Buchsatz, Marketing etc.), aber das sind die ersten und wichtigsten Schritte.

Wie sähe ein Plan B für dein Leben aus – was würdest du tun, wenn du nicht das tätest, was du tust?

Als jemand, die beinahe ihr ganzes Erwachsenenleben selbstständig und eigenverantwortlich arbeitet, tue ich ja schon genau das, was ich will und in meinen Möglichkeiten liegt. Vor allem kann ich Dinge ständig ändern und anpassen, sodass ich quasi Plan A bis Z schon durch habe.

Aber mal angenommen, ich würde plötzlich gar nichts mehr mit Büchern machen wollen … dann würde ich was mit Bildern machen. Ich zeichne und male unheimlich gern. Es gab mal eine Zeit in meinem Leben, in der ich durch die Welt gereist bin und Wände bemalt habe für freie Unterkunft. Ich würde vielleicht versuchen, das auf professionellere Beine zu stellen, um tatsächlich auch Geld damit verdienen zu können.

Auf jeden Fall wäre mein Leben voller Kreativität … und vermutlich mit mehr Abenteuer, aber weniger Altersvorsorge als jetzt.